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MOTET / Instandhaltung

Membraninstandsetzung am Behälterdach: Baustellenbericht aus Anhui

Lokale Reparatur einer vorhandenen Membran und anschließende Wiedermontage an einem behältermontierten Doppelmembran-Gasspeicher.

7 Min. Lesezeit · Doppelmembran-Gasspeicher

Bei diesem Einsatz in Anhui, China, wurde die alte Membran örtlich instand gesetzt und anschließend wieder eingebaut. Es handelte sich ausdrücklich nicht um den vollständigen Austausch von Innen- und Außenmembran. Die Bilder sind nach Bauteilen und Arbeitsthemen geordnet; sie belegen weder eine lückenlose zeitliche Abfolge noch eine bestandene Abnahme.

Anlage und Montagebereich

Der Gasspeicher sitzt auf einem zylindrischen Behälter. Für den Einsatz sind Behälterkrone, umlaufende Arbeitsbühne, Zugänge und vorhandene Anschlüsse gemeinsam zu betrachten. Ein daneben sichtbarer, freistehender Gasspeicher gehört zur Anlagenumgebung und darf nicht mit dem bearbeiteten Behälterdach gleichgesetzt werden.

Anlagenübersicht in Anhui mit behältermontierten Membrandächern, Treppen und Rohrleitungen.
Abbildung 1. Anlagenübersicht in Anhui mit behältermontierten Membrandächern, Treppen und Rohrleitungen.
Kran und abgelegte Membran; im Hintergrund steht ein benachbarter freistehender Gasspeicher.
Abbildung 2. Kran und abgelegte Membran; im Hintergrund steht ein benachbarter freistehender Gasspeicher.
Arbeitsbereich an der Behälterkrone mit vorhandener Membran, Klemmrand und Anschlagmitteln.
Abbildung 3. Arbeitsbereich an der Behälterkrone mit vorhandener Membran, Klemmrand und Anschlagmitteln.

Befundaufnahme statt Diagnose allein nach Fotos

An Scheitel und radialen Nähten sind Ablagerungen, Falten und offene Bereiche erkennbar. Aus den Fotos allein lässt sich nicht feststellen, ob eine Öffnung ein ursprünglicher Schaden oder eine während der Arbeiten geschaffene Zugangsöffnung ist. Ebenso wenig lassen sich Ursache, Restfestigkeit oder verbleibende Nutzungsdauer bestimmen. Grundlage einer Reparaturfreigabe sind der tatsächliche Befund und die ursprüngliche Konstruktion.

Offener Bereich am Membranscheitel; die Entstehung der Öffnung ist fotografisch nicht nachgewiesen.
Abbildung 4. Offener Bereich am Membranscheitel; die Entstehung der Öffnung ist fotografisch nicht nachgewiesen.
Radiale Membrannähte und Oberflächenzustand im Scheitelbereich.
Abbildung 5. Radiale Membrannähte und Oberflächenzustand im Scheitelbereich.
Detail mit Falten, Nähten und Ablagerungen als Grundlage der Befundaufnahme.
Abbildung 6. Detail mit Falten, Nähten und Ablagerungen als Grundlage der Befundaufnahme.

Reparaturteile und Anschlussgeometrie vorbereiten

Gerade und gebogene Klemmleisten, runde Metallplatten sowie ein angezeichneter Membranzuschnitt sind zu sehen. Lochbild, Kontaktflächen, Dichtungswerkstoff und Verbindung zur vorhandenen Membran müssen zum projektspezifischen Reparaturkonzept passen. Behälter oder Gebinde im Bild sagen nichts Verlässliches über Produkt, chemische Verträglichkeit oder zulässige Aushärtung aus.

Vorbereitete gerade und gebogene Klemmleisten mit Befestigungsbohrungen.
Abbildung 7. Vorbereitete gerade und gebogene Klemmleisten mit Befestigungsbohrungen.
Runde Metallplatte mit umlaufendem Lochbild.
Abbildung 8. Runde Metallplatte mit umlaufendem Lochbild.
Membranzuschnitt mit angezeichneter Kontur und Bohrungspositionen.
Abbildung 9. Membranzuschnitt mit angezeichneter Kontur und Bohrungspositionen.
Runde Scheitelplatte mit umlaufenden Befestigungselementen.
Abbildung 10. Runde Scheitelplatte mit umlaufenden Befestigungselementen.
Vorbereitete Gebinde, Rollenware und Werkzeuge; Materialfreigaben sind separat zu prüfen.
Abbildung 11. Vorbereitete Gebinde, Rollenware und Werkzeuge; Materialfreigaben sind separat zu prüfen.

Scheitelplatte, Membranrand und Klemmring als Verbindungssystem

Die Kreisverbindung besteht nicht nur aus einzelnen Schrauben. Membranrand, schwarze Zwischenlage beziehungsweise Dichtstreifen, segmentierte Klemmplatten und Befestigungselemente müssen zusammenwirken. Gleichmäßige Auflage und ein passendes Lochbild sind wesentlich. Sichtbare Beschichtungen ersetzen keinen Nachweis der Verträglichkeit und Dichtheit.

Die Bildfolge dokumentiert das Anpassen und Zusammenfügen der Bauteile. Ein bestimmtes Anziehdrehmoment, eine Schichtdicke oder eine bestandene Dichtheitsprüfung kann daraus nicht abgeleitet werden.

Anpassen der Scheitelplatte und Prüfen der Bohrungszuordnung.
Abbildung 12. Anpassen der Scheitelplatte und Prüfen der Bohrungszuordnung.
Schwarzer Dichtstreifen entlang der kreisförmigen Schraubenreihe.
Abbildung 13. Schwarzer Dichtstreifen entlang der kreisförmigen Schraubenreihe.
Zwischenlage unter segmentierten gebogenen Klemmplatten.
Abbildung 14. Zwischenlage unter segmentierten gebogenen Klemmplatten.
Klemmring, Dichtstreifen und Werkzeuge bei der Montage.
Abbildung 15. Klemmring, Dichtstreifen und Werkzeuge bei der Montage.
Gesamtansicht des kreisförmigen Anschlusses mit radialen Membranbahnen.
Abbildung 16. Gesamtansicht des kreisförmigen Anschlusses mit radialen Membranbahnen.
Detail der gebogenen Klemmsegmente und der Randbefestigung.
Abbildung 17. Detail der gebogenen Klemmsegmente und der Randbefestigung.
Montage der segmentierten Kreisverbindung am Membranscheitel.
Abbildung 18. Montage der segmentierten Kreisverbindung am Membranscheitel.
Arbeiten an der Scheitelplatte auf der abgelegten Membran.
Abbildung 19. Arbeiten an der Scheitelplatte auf der abgelegten Membran.
Beschichtete Scheitelplatte mit umlaufenden Schrauben und angeschlossener Membran.
Abbildung 20. Beschichtete Scheitelplatte mit umlaufenden Schrauben und angeschlossener Membran.

Örtliche Klemmstellen und Rohrleitungsarmatur

Auch gerade und kreuzförmige Klemmstellen benötigen geeignete Auflage, Abdichtung und Befestigung. Eine zusätzliche Schicht Dichtstoff allein belegt keine fachgerechte Reparatur.

Das Rohrleitungsfoto zeigt eine Armatur mit elektrischem Antrieb und Flanschverbindungen. Der Armaturentyp ist daraus nicht sicher bestimmbar; die Bezeichnung Rückschlagventil wäre deshalb nicht belegt. Sichtbare Korrosion ist Anlass zur technischen Beurteilung, aber kein fotografischer Funktions- oder Dichtheitsnachweis.

Gewindestifte und sichtbare Dichtmasse an einer örtlichen Überlappung vor dem Abdecken.
Abbildung 21. Gewindestifte und sichtbare Dichtmasse an einer örtlichen Überlappung vor dem Abdecken.
Gerade Klemmleisten mit schwarzer Unterlage.
Abbildung 22. Gerade Klemmleisten mit schwarzer Unterlage.
Arbeiten an einer geraden Klemmverbindung am Membranrand.
Abbildung 23. Arbeiten an einer geraden Klemmverbindung am Membranrand.
Kreuzförmig angeordnete Klemmleisten mit hinterlegtem Material.
Abbildung 24. Kreuzförmig angeordnete Klemmleisten mit hinterlegtem Material.
Rohrleitungsarmatur mit elektrischem Antrieb, Flanschen und sichtbaren Korrosionsstellen.
Abbildung 25. Rohrleitungsarmatur mit elektrischem Antrieb, Flanschen und sichtbaren Korrosionsstellen.

Anheben, Auslegen und Wiedermontieren

Die vorhandene Membran wird gebündelt angehoben und mithilfe von Führungsleinen beziehungsweise Gurten geführt. Auf dem Behälterdach ist die Membran ausgebreitet; unter dem Rand sind Trag- beziehungsweise Stützgurte und ein Netz erkennbar. Die konkrete Anschlag- und Zugangsplanung muss für diese Anlage festgelegt werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme sind die freigegebenen Prüfungen von Dichtstellen, Befestigung, Stützluft, Messung und Schutzfunktionen durchzuführen und zu dokumentieren. Für diesen Bericht liegen keine Prüfergebnisse oder Freigabeprotokolle vor. Die Fotos werden daher nicht als Beleg eines bestandenen Tests oder des wieder aufgenommenen Gasbetriebs dargestellt.

Gebündelte alte Membran beim Anheben über dem Boden.
Abbildung 26. Gebündelte alte Membran beim Anheben über dem Boden.
Nahansicht der aufgerichteten Membran und des Randes mit Befestigungsbohrungen.
Abbildung 27. Nahansicht der aufgerichteten Membran und des Randes mit Befestigungsbohrungen.
Kranhub der gebündelten Membran mit seitlich geführten Gurten.
Abbildung 28. Kranhub der gebündelten Membran mit seitlich geführten Gurten.
Ausgelegte Membran auf dem Behälter; rechts sind Stützgurte und Netz sichtbar.
Abbildung 29. Ausgelegte Membran auf dem Behälter; rechts sind Stützgurte und Netz sichtbar.

Häufige Fragen

Wurde die gesamte Doppelmembran-Anlage erneuert?
Nein. Der bestätigte Arbeitsumfang war die lokale Instandsetzung der alten Membran mit anschließender Wiedermontage, nicht der vollständige Austausch von Innen- und Außenmembran.
Welche Unterlagen braucht eine Reparaturbewertung?
Bauart, ursprüngliche Zeichnungen und Membrandaten, Abmessungen und Anschlüsse, Übersichts- und Schadensfotos sowie Betriebs- und Wartungshistorie. Eine Vor-Ort-Bewertung kann erforderlich sein.
Belegen die Bilder die erfolgreiche Wiederinbetriebnahme?
Nein. Sie dokumentieren sichtbare Bauteile und Arbeiten. Dichtheitsprüfung, Funktionsprüfung und Freigabe zum Gasbetrieb benötigen eigene Protokolle.

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